Aktuelles

Erste Ausbilderkonferenz wieder in einer Präsenzveranstaltung

Rocco Kanitz und Hardy Kniebel, beide angehende Kaufmänner für Freizeit und Tourismus im Eigenbetrieb Kaiserbäder Insel Usedom, hatten sich für das Abschlussprojekt in ihrem dritten Lehrjahr viel vorgenommen. Trotz der noch geltenden Corona-Einschränkungen haben sie eine Ausbilderkonferenz in Präsenz geplant, die Mehrwert bieten, Aktuelles erzählen und Ausblick geben sollte, nebenbei aber auch trotz Abstand und Maskenpflicht unterhalten sollte...
Ausbilderkonferenz

Es ist Ihnen gelungen! Die Veranstaltung, zu der 21 Gäste kamen, war ein voller Erfolg und wurde sehr positiv bewertet.

Die Fachbereichsleiterin Christine Schulz eröffnete die Veranstaltung mit einem Rückblick auf die letzten beiden Ausbildungsjahre. Dabei sind ihr vor allem Kommunikationsprobleme in Erinnerung geblieben. Die Schulen waren geschlossen, aber es gab nicht mal E-Mail-Adressen von allen Schülern. Irgendwann hatte man alle erreicht und aus der Not, sich mit digitalen Lehr- und Lernmethoden zu befassen, wurde eine Verstetigung. Auch Positives konnte Frau Schulz berichten, denn sie beobachtete bei ihren Schülern auch eine zunehmende Methodenkompetenz beim Umgang mit den digitalen Medien.

Ihr Ausblick zeigte, dass digitale Lernplattformen wie itslearning in Zukunft zu unserem Schulalltag gehören werden und auch Vorstellungen von hybriden Unterrichtsanteilen oder digitalen Ergänzungen möglich sind.

Ein weiterer spannender Tagespunkt war die Vorstellung von Christoph Walther, dem Leiter des Programmes Erasmus+ am RBB Greifswald. Er stellte anschaulich die Möglichkeiten für Auszubildende dar, sich im Ausland umzuschauen und andere Unternehmenskulturen zu entdecken. An einem Beispiel einer Auszubildenden, die im Frühjahr über dieses Programm Erfahrung in einem schwedischen Unternehmen sammeln wird, zeigte er auf, welche Schritte die junge Frau bei der Teilnahme gegangen ist und wie die Unterstützung bei der Bewerbung aussah. Dabei war das ein oder andere Staunen im Publikum zu vernehmen, was alles möglich ist.

Dann gab es eine andere Art der Vorstellung, denn Martina Hadlich, eine der Schulsozialarbeiter/innen des RBB Greifswald lud zu einem Rundgang in ihr Büro ein und nahm die Gäste so auch mit durch das Schulgebäude. Sie stellte ihre Tätigkeit in der Schule vor und benannte Unterstützungsmöglichkeiten für Auszubildende, Lehrkräfte und Betriebe bei Problemen in der Ausbildung.

Die Auszubildenden nutzen die Gelegenheit um auch auf andere Abschlussprojekte ihrer Mitschüler hinzuweisen. So zeigten Sie den Imagefilm von Wiebke Schulz, Auszubildende des Campingplatz Pommernland, der inzwischen vielfach geklickt wurde und so spürbaren Mehrwert für das Unternehmen hat. Zwei junge Mitschülerinnen stellten sich und ihr Projekt selbst vor, bei dem sie als Ausbildungsbotschafter der IHK in Schulen gingen und von ihren Ausbildungen berichteten.

Frau Saidi von der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit stellte Ergebnisse eines Projektes namens LoK-DiBB vor (Zusammenarbeit der Lernorte Berufsschule & Betrieb & Überbetriebliche Bildungseinrichtungen) und warb für eine zahlreiche Teilnahme an einem Produkt dieses Projektes, dem Online-Selbstcheck. Jeder Teilnehmende kann so selbst ermitteln, wo noch Potentiale und Ressourcen in seinem Netzwerk der Lernortkooperation zu finden sind um die Lernergebnisse zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.f-bb.de/lok-dibb-check. Frau Saidi bedankte sich abschließend für die angenehme Zusammenarbeit und die tolle Unterstützung des RBB Greifswald bei der Durchführung der Interviews im Rahmen des Projektes.

Zur Auflockerung gab es dann ein kleines Quiz, um auf lustige Weise zu schauen, was denn die Vertreterinnen und Lehrkräfte noch aus der Ausbildung wissen. Und auch hier wurden gleich die digitalen Medien eingesetzt, denn für das Quiz brauchte man sein Smartphone. So viel sei zum Ergebnis verraten: Es ist doch eine Weile her, dass die Lehrinhalte präsent waren.

Zum Abschluss gab es eine offene Fragerunde und die Möglichkeit sich mit den Lehrerinnen in Zweiergesprächen auszutauschen. Gerade dies wurde sehr gut angenommen. Der Nachmittag hat deutlich gemacht: Das persönliche Gespräch ist nicht immer durch Videokonferenzen oder Telefonate zu ersetzen und der Wunsch sich auszutauschen und wieder enger zusammenzuarbeiten ist auf Seiten der Berufsschule und der Ausbildungsbetriebe sehr groß.

Erst gegen 19 Uhr endete die Veranstaltung und war so viel länger als geplant, aber das war es allen Anwesenden wert. Das Fazit war durchweg positiv und wir freuen uns schon auf die nächste Ausbildungskonferenz.